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 INFORMATIONEN ÜBER DAS LANDWIRTSCHAFTS-REFERENDARIAT

Vorbereitungsdienst für den höheren landwirtschaftlichen Dienst Baden-Württemberg


Stellenausschreibung für das Landwirtschaftsreferendariat  Bewerbung bis 28.02.2015

Qualifikation für einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz

Ziel der Ausbildung

Fachlicher Schwerpunkt

Voraussetzungen für die Einstellung in das Referendariat

Ausbildungszeitraum und Bewerbungsverfahren

Ablauf des Vorbereitungsdienstes

Staatsprüfung

Anwärterstatus und -bezüge

Sozialversicherung

Rechtsgrundlage

Ansprechpartner für weitere Informationen


Stellenausschreibung  

Landwirtschaftsreferendariat in Baden-Württemberg

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg sucht zum 1. Oktober 2015 engagierte, flexible und kontaktfreudige Bewerberinnen und Bewerber für den Vorbereitungsdienst für den höheren landwirtschaftlichen Dienst (Referendariat mit Anwärterbezügen).
Aktuelle Stellenausschreibung (pdf Datei)


Das Referendariat dient der Qualifizierung von Fach- und Nachwuchsführungskräften für eine Tätigkeit in der Landwirtschaftsverwaltung des Landes Baden-Württemberg. Die Ausbildung erfolgt überwiegend bei einer unteren Landwirtschaftsbehörde der Landratsämter und endet mit einer Staatsprüfung im April.

Voraussetzungen sind im Bereich Landwirtschaft

und in den Bereichen Gartenbau, Weinbau oder Haushalt und Ernährung

  • Masterstudium in einem der Studienfächer Gartenbau, Weinbau oder Ökotrophologie als konsekutivem Studiengang mit Abschluss Master of Science (M. Sc.) oder
  • Diplom-Studium (Universität) in Gartenbau, Weinbau oder Ökotrophologie oder
  • Abschluss in inhaltlich gleichgestellten Studienfächern.

Senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung einschließlich der Checkliste und sämtliche. Nachweise bitte bis spätestens 28.02.2015 an die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL), Oberbettringer Str. 162, 73525 Schwäbisch Gmünd.

Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum fordert Frauen im Interesse des Gleichberechtigungsgrundsatzes ausdrücklich auf, sich zu bewerben.

Schwerbehinderte Menschen werden, sofern sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, bei entsprechender Eignung nach dem Ergebnis des Auswahlverfahrens vorrangig berücksichtigt.

Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich an einzelnen Tagen in den Kalenderwochen 18 sowie 20 bis 23 statt.

Den Bewerbungsunterlagen sind beizulegen:

Qualifikation für einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz

Das Referendariat ist Voraussetzung für eine Einstellung als Beamtin/er des höheren Dienstes in der Landwirtschaftsverwaltung des Landes Baden-Württemberg.

Die mit dem Referendariat erworbenen Qualifikationen sind darüber hinaus auch für Tätigkeiten in anderen Bundesländern, bei der Bundesverwaltung oder der EU förderlich. Ebenso werden sie von vielen Arbeitgebern der Wirtschaft und der Verbände geschätzt.

Von den Beamtinnen und Beamten des höheren Dienstes in der Landwirtschaftsverwaltung werden umfassende fachliche, methodische und soziale Kompetenzen zur Erfüllung der vielfältigen Aufgabenstellungen gefordert.

Diese sind vor allem:

  • Aus- und Fortbildung landwirtschaftlicher Unternehmerinnen und Unternehmer
  • Information und Beratung
  • Entwicklung von Konzeptionen
  • Durchführung und Überwachung von Verwaltungsverfahren
  • Mitarbeiterführung

Deshalb werden in der Ausbildung neben der Vertiefung und Erweiterung der fachlichen Kompetenz im Bereich der Landwirtschaft, des Gartenbaus, des Weinbaus und der Ökotrophologie bzw. der Haushalts- und Ernährungswissenschaften fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten zur rechtlich einwandfreien Abwicklung von Verwaltungsverfahren, zum Unterrichten an Fachschulen und in der Erwachsenenbildung vermittelt. Darüber hinaus werden aber auch vielfältige Schlüsselqualifikationen in verschiedenen Bereichen wie

  • Kommunikation
  • Teamarbeit
  • Moderation
  • Gesprächsführung
  • Präsentation
  • Beratungsmethodik
  • Selbstmanagement
  • Arbeitsorganisation

entwickelt.

Ziel der Ausbildung

Ziel der Ausbildung ist es, Hochschulabsolventinnen und -absolventen der Agrarwissenschaften, der Gartenbauwissenschaften, des Weinbaus und der Ökotrophologie bzw. der Haushalts- und Ernährungswissenschaften auf die spätere Tätigkeit in der Landwirtschaftsverwaltung, das heißt i.d.R. zunächst an einer Unteren Landwirtschaftsbehörde (Landratsamt) bzw. einer landwirtschaftlichen Landesanstalt, einem Regierungspräsidium oder dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden Württemberg (MLR) vorzubereiten.

Dementsprechend hat die Ausbildung drei inhaltliche Schwerpunkte:

  • Verwaltung
  • Bildung
  • Beratung

Das Verständnis für die politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge und für die Belange der Verwaltung wird in der Ausbildung besonders gefördert.

Fachlicher Schwerpunkt

Die fachliche Schwerpunktbildung ist aus einem der folgenden Fachgebiete zu wählen:

A - Landwirtschaft
B - Weitere
Agrarstruktur                                         
Gartenbau (einschl. Obstbau*)
Betriebswirtschaft Weinbau
Pflanzliche Erzeugung Haushalt und Ernährung
Tierische Erzeugung

*  über die Aufnahmevoraussetzungen informiert das zuständige Fachreferat des MLR


Voraussetzungen für die Einstellung in das Referendariat

Die Einstellungsvoraussetzungen für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst sind in einer Checkliste (pdf Datei) detailliert aufgeführt. Sie umfassen im wesentlichen folgende Bedingungen:

Studienabschluss für den Ausbildungsschwerpunkt A - Landwirtschaft

  • Masterstudium Agrarwissenschaften als konsekutiver Studiengang mit Abschluss Master of Science (M.Sc.) oder Diplom-Studium (Universität) in Agrarwissenschaften oder Abschluss in inhaltlich vergleichbaren Studiengängen (s. Anlage 1)
  • Aufgrund der Ausbildungsziele des Referendariats ist bei Masterstudiengängen zusätzlich der Nachweis von je 12 credits erforderlich in den Modulen
    - Grundlagen Tierwissenschaften 
    - Grundlagen Pflanzenwissenschaften 
    - Grundlagen Ökonomik / BWL
  • Unabhängig vom Studiengang ist zusätzlich erforderlich:
    - Nachweis eines Berufsabschlusses in einem landwirtschaftlichen Beruf
    - Nachweis der praktischen Ausbildung von i.d.R. 12 Monaten, davon mindestens 6 Monate in einem landwirtschaftlichen Betrieb (bzw. vergleichbaren Einrichtungen) und Praktikantenprüfung

Studienabschluss für den Ausbildungsschwerpunkt B - Weitere

  • Masterstudium in den Fachstudiengängen Gartenbau / Weinbau/ Ökotrophologie / als konsekutive Studiengänge mit Abschluss Master of Science (M.Sc.)
    oder Diplom-Studium (Universität) in einem Fachstudiengang Gartenbau / Weinbau / Ökotrophologie oder Abschluss in inhaltlich gleichgestellten Studienfächern (s. Anlage 1)
  • Aufgrund der Ausbildungsziele des Referendariats ist bei Masterstudiengängen zusätzlich der Nachweis von 12 credits erforderlich in den Modulen:
    - Grundlagen gärtnerischer Produktion (Gartenbau)
    - und Grundlagen Ökonomie (Gartenbau und Weinbau) bzw.
    - Grundlagen Haushaltsökonomie (Ökotrophologie)
  • Unabhängig vom Studiengang ist zusätzlich erforderlich:
    - Nachweis eines Berufsabschlusses als Gärtner/in, Winzer/in oder Hauswirtschafter/in oder
    - Nachweis der praktischen Ausbildung (Link) von 12 Monaten im Gartenbau / Weinbau / Hauswirtschaft (davon mind. 6 Monate in einem landwirtschaftlichen Betrieb bzw. vergleichbarer Einrichtung) sowie der Praktikantenprüfung

Weitere persönliche Voraussetzungen:

  • Hinweis zur Altersgrenze bei Einstellungen in das Beamtenverhältnis im Anschluss an die Laufbahnausbildung:
    Eine Einstellung in das Beamtenverhältnis auf Probe ist nach § 48 Landeshaushaltsordnung vor Vollendung des 42. Lebensjahres möglich. Sofern Betreuungs- oder Pflegezeiten für Kinder unter 18 Jahren oder für nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftige sonstige Angehörige geleistet wurden, erhöht sich die Altersgrenze für jeden Betreuungs- oder Pflegefall um 2 Jahre. Die Altersgrenze erhöht sich außerdem um die Zeit des tatsächlich abgeleisteten Grundwehrdienst oder Zivildienst. Darüber hinaus kann eine Einstellung bei Überschreitung der Höchstaltersgrenze dann erfolgen, wenn ein eindeutiger Mangel an geeigneten jüngeren Bewerberinnen und Bewerben besteht und die Übernahme bzw. Nichtübernahme unter Berücksichtigung der Versorgungslasten einen wesentlichen Vorteil bzw. Nachteil für das Land bedeuten würde.
  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum
  • Gesundheitliche Eignung

Hinweis:

Bewerber/innen, die eine entsprechende Prüfung außerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgelegt haben, können bei Vorliegen besonderer Gründe vom Ministerium zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden.

Ausbildungszeitraum und Bewerbungsverfahren

Die Ausbildung beginnt jeweils am 01. Oktober, dauert 19 Monate und schließt mit einer Staatsprüfung ab, in der die Befähigung für die Laufbahn des höheren landwirtschaftlichen Dienstes nachzuweisen ist.
Das Verfahren über die Auswahl der Bewerber/-innen wird im Zeitraum April - Juni durchgeführt. Bewerbungen mit vollständigen Unterlagen und ausgefüllter Checkliste müssen

bis zum 28. Februar des Jahres bei der

Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft
und der ländlichen Räume (LEL)
Abt.1 - Referendariat -
Oberbettringer Str. 162
73525 Schwäbisch Gmünd

eingegangen sein. Der Eingang der Bewerbung wird bestätigt. Schwerbehinderte Menschen werden, sofern sie die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, bei entsprechender Eignung nach dem Ergebnis des Auswahlverfahrens vorrangig berücksichtigt. Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum strebt eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert Frauen ausdrücklich auf, sich zu bewerben.

Ablauf des Vorbereitungsdienstes

Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt bei einer Unteren Landwirtschaftsbehörde (Landratsamt) mit einer Fachschule für Landwirtschaft. Hier absolvieren die Referendare/Referendarinnen verschiedene Ausbildungsstationen, arbeiten in den Fachreferaten mit und führen zunächst angeleitete, später eigenverantwortliche Unterrichtsveranstaltungen durch. Der Einsatz in der Beratungs- und Bildungsarbeit orientiert sich am gewählten Fachgebiet. Die Referendare werden an den Ämtern für Landwirtschaft bzw. an den Fachschulen für Landwirtschaft von Mentoren begleitet und unterstützt.

Die Ausbildung an Amt und Fachschule wird ergänzt durch Ausbildungsaufenthalte an Regierungspräsidien und zentrale Ausbildungslehrgänge an der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL) in Schwäbisch Gmünd. In diesen Lehrgängen werden die theoretischen und methodischen Grundlagen vermittelt bzw. ergänzt.

Weitere zur Ausbildung geeignete Dienststellen können einbezogen werden.

Der Ablauf der Ausbildung wird in einem individuellen Ausbildungsplan für jeden Referendar vom Ausbildungsleiter des zuständigen Regierungspräsidiums festgelegt.

Staatsprüfung

Die Ausbildung schließt mit einer Staatsprüfung ab. Hier weist der Referendar/die Referendarin nach, dass er/sie die Befähigung für die Laufbahn des höheren landwirtschaftlichen Dienstes besitzt.

Die Prüfung gliedert sich in:

  • Pädagogische Prüfung
  • Praktische Prüfung in Verwaltung und Beratung
  • Mündliche Prüfung
  • Schriftliche Prüfung

Die pädagogische Prüfung besteht aus zwei Teilen:

  • Die schriftliche pädagogische Prüfung dauert drei Stunden.
  • Die praktische pädagogische Prüfung umfasst zwei Lehrproben zu je einer Unterrichtsstunde.

Für die schriftliche Prüfung sind Aufsichtsarbeiten anzufertigen in:

  • Fachgebiet 1: Allgemeine Landwirtschaft
  • Fachgebiet 2: Verwaltung und Recht

Als mündliche und praktische Prüfungen sind abzulegen:

  • Praktische Prüfung in Einzelberatung
  • Praktische Prüfung in Verwaltung
  • Mündliche Prüfung im Gebiet Allgemeine Landwirtschaft und im Gebiet Verwaltung und Recht

Mit dem Bestehen der Staatsprüfung erwirbt der Prüfling das Recht, die Bezeichnung „Landwirtschaftsassessorin" oder „Landwirtschaftsassessor " zu führen.

Anwärterstatus und -bezüge

Referendare sind während des Vorbereitungsdienstes Beamte auf Widerruf und erhalten in dieser Zeit Anwärterbezüge. Der Anwärtergrundbetrag beträgt derzeit monatlich rund € 1300,--.

Verheiratete, deren Ehegatte n i c h t im öffentlichen Dienst beschäftigt ist und keinen vergleichbaren Zuschlag gewährt bekommt, erhalten ggf. einen Familienzuschlag von derzeit monatlich rund € 130,--.

Näheres zur Besoldung und zum Familienzuschlag ist zu finden beim Landesamt für Besoldung und
Versorgung Baden-Württemberg.

Nach Abschluss der Prüfung (einmalige Wiederholungsmöglichkeit) und der Bekanntgabe des Ergebnisses endet das Beamtenverhältnis auf Widerruf, jedoch nicht vor Ablauf der vorgeschriebenen Dauer des Vorbereitungsdienstes.

Sozialversicherung

Die/der Referendar/in ist als Beamter/Beamtin auf Widerruf nicht sozialversicherungspflichtig. Sie/er hat während des Beamtenverhältnisses einen Anspruch auf Gewährung von Beihilfe in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen nach den Beihilfevorschriften.

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung, die das nicht durch die Beihilfe gedeckte Kostenrisiko abdeckt, wird erforderlich.

Merkblatt Krankenversicherung (pdf-Dokument)

Rechtsgrundlage

Die Referendarausbildung ist in der Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über die Einrichtung der Laufbahn und die Ausbildung und Prüfung für den höheren landwirtschaftlichen Dienst vom 5. Dezember 2014 (Gesetzblatt BW S. 786) geregelt.

Ansprechpartner für weitere Informationen

 

Für weitere Auskünfte stehen als Ansprechpartner zur Verfügung bei Fragen zu:

 

 

Referendarausbildung und fachliche Zulassungsvoraussetzungen (Studienabschluss u.a.)

Frau Gisela Enderle

Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume (LEL)

Abt. 1 - Bildung und Beratung

Oberbettringer Str. 162, 73525  Schwäbisch Gmünd

Tel.: 07171 - 917 112

E-Mail: gisela.enderle@lel.bwl.de

 

Bewerbungsverfahren und persönliche Zulassungsvoraussetzungen

Frau Sabine Reinhold

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Baden-Württemberg

Referat 12 - Personal

Postfach 10 34 44, 70029  Stuttgart

Tel.: 0711/126-2907

E-Mail: Sabine.Reinhold@mlr.bwl.de

 

Praktische Ausbildung und Praktikantenprüfung
Anmeldung zur Praktikantenprüfung (pdf)

Herr Hubert Sauber

Regierungspräsidium Stuttgart

Referat 31 - Recht und Verwaltung, Bildung

Ruppmannstraße 21, 70565  Stuttgart 

Tel.: 0711/904-13110

E-Mail: Hubert.Sauber@rps.bwl.de